11. September 2018 |

Oha, da geht was ab im Alpenland.

Der neue Leiter der „Steuerreform-Taskforce“ in Österreich ist ein Steuerberater und heisst Fuchs. Er versteht sich aber keineswegs als Lobbyist seiner Branche. Im Gegenteil: Insbesonder beim EStG will er radikale Einschnitte durchsetzen:  „Wir Steuerberater waren immer für ein einfacheres Steuerrecht. Es hat ja keinen Sinn, wenn Kleinbetriebe einen Steuerberater nehmen müssen, der sie 2000 Euro kostet, der ihnen aber nur eine Steuerersparnis von 1000 Euro bringen kann, weil sie ohnehin nicht viel Steuer zahlen.“

Erreichen will der „Steuer-Fuchs“ das übermassive Vereinfachungenundgroßzügige Pauschalierungen.

Beispielgefällig? Bei einem Dienstleistungsbetrieb mit 30.000 Euro Jahresumsatz werden 30 Prozent vom Umsatz als  Ausgabenpauschale (= 9000 Euro) abgezogen, verbleiben 21.000 Euro als zu versteuernder Gewinn.

Außerdem soll es eine „einheitlicheDienstgeberabgabe“ geben. Alle zu zahlenden Abgaben (Steuer, SV, etc.) sind dann in einer Summe an eine neu zu schafende Behörde zu zahlen die dann das Geld verteilt.

Fuchs geht davon aus, dass dann ca. 200.000 Kleinunternehmer keine Steuererklärung mehr machen müssen – es wird lediglich eine Umsatzmeldung benötigt…

Natürlich wird nichts so heiss gegessen … man danke nur an Prof. Kirchhoff, der in Deutschland das Steuerrecht radikal vereinfachen wollte – politisch ist er daran dann auch radikal gescheitert.

Trotzdem lohnt es sich doch mal,  darüber nachzudenken, wie Ihre Kanzlei mit so einer starken Vereinfachung klar kommen würde. Und bevor Sie heute Abend mit Albträumen ins Bett gehen: Vielleicht ist das ja zumindest eine Teil-LÖsung für unseren Mitarbeitermangel.

Der andere Teil ist sicher: Beraten statt Erklären ;-))

Es bleibt spannend…

Wer den ganzen Artikel mit Details im Kurier lesen möchte, findet ihn hier:

https://kurier.at/politik/inland/die-radikalen-steuerplaene-der-regierung/400106513

Österreich plant radikale Steuerreform

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